Ohne Fahrschein im Zug?

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Erhöhtes Beförderungsentgelt

Oftmals führt es im Zug zu Diskussionen: Der Zugbegleiter verlangt 40 Euro von einem Fahrgast ohne gültigem Fahrschein.

"Bitte lösen Sie Ihren Fahrschein grundsätzlich VOR Fahrtantritt. Fahrgäste ohne gültigen Fahrschein zahlen 40 Euro. Bitte ersparen Sie sich und uns den damit verbundenen Ärger" (so teilt es die Bayerische Oberlandbahn BOB ihren Fahrgästen im Integral-Triebzug mit)

Grundsätzlich sollte ein Fahrgast im Nahverkehr (S-Bahn, RegionalBahn, RegionalExpress) vor Fahrtantritt in Besitz eines gültigen Fahrausweises sein. Die DB AG hat an fast allen Stationen Fahrausweisautomaten aufgestellt. Außerdem besteht die Möglichkeit, den Fahrschein am Fahrkartenschalter, im Reisebüro oder online per Internet zu erwerben. Im Zug besteht die Möglichkeit, den Fahrausweis beim KiN zum Bordpreis (also teurer als am Automaten) zu kaufen. Dieser Bordpreis soll ein weiterer Anreiz für den Fahrgast sein, beim nächsten Mal den Automaten zu nutzen. Bei der Kontrolle erhebt der Zugbegleiter den erhöhten Fahrpreis (EVO 12-2) von mindestens 40 Euro.

Innerhalb von Verkehrsverbünden ist die Situation anders: Hier findet grundsätzlich kein Fahrausweisverkauf durch die KiN statt. Fahrgäste, die im Verbund ohne gültigem Fahrschein einsteigen, müssen 40 Euro zahlen. Diese Regelung hat nichts mit der Kulanz des Zugbegleiters zu tun.

Auch in Zügen, die nicht mit Zugbegleiter besetzt sind (Triebwagen VT 628, ET 425 etc) findet im Zug kein Verkauf durch die KiN statt. Bei der Kontrolle werden 40 Euro erhoben.

An den Fahrzeugen findet man weitere Hinweise: Die "Silberlinge" (Bn-Wagen) und Doppelstockzüge tragen unter der Klassenanschrift (2.Klasse/1.Klasse) draußen den Hinweis "Bitte nur mit gültigem Fahrschein".

Im Triebwagen (z.B. ET 425) findet man im Zug mehrfach die Aufkleber mit dem Hinweis "Fahrt nur mit gültiger Fahrkarte. Im Zug kein Verkauf. Fahrgäste ohne gültigem Fahrschein zahlen das erhöhte Beförderungsentgelt".

Bei der DB AG ist das erhöhte Beförderungsentgelt erst zum 01.04.2003 auf 40 Euro erhöht worden (DB-Tarif). Die meisten Verkehrsverbünde (z.B. VRR, MVV) haben per 01.01.2003 auf 40 Euro erhöht.

Grundsätzlich gilt: Niemand möchte unnötige Diskussionen im Zug. Deshalb sollte der Fahrgast die Möglichkeit des Vorverkaufs (Automat, ReiseZentrum, OnlineTicket) nutzen.



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